Vom Konzept zum Klassenzimmer: Pilotierung des CGC DigiTrans-Lehrplans 

In den letzten Monaten hat das CGC DigiTrans-Team einen wichtigen Schritt getan: die Umsetzung eines innovativen Lehrplankonzepts in reale Lernerfahrungen. Unser neu entwickelter Lehrplan – der darauf abzielt, strategische Kompetenzen für die Berufsberatung (CGC) in einer digitalisierten Welt aufzubauen – wurde mit Studierenden aus beratungsbezogenen Studiengängen an mehreren Institutionen pilotiert. Die Ergebnisse sind nicht nur vielversprechend, sondern auch reich an Erkenntnissen für die zukünftige Entwicklung der Beratungsausbildung. 

Theorie in die Praxis umsetzen 

Der CGC DigiTrans-Lehrplan zielt darauf ab, sowohl derzeitige als auch zukünftige Berufsberater darauf vorzubereiten, den sich wandelnden Anforderungen eines durch die digitale Transformation geprägten Arbeitsmarktes gerecht zu werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung der strategischen Kompetenzen der Berater – einschließlich ihrer Fähigkeit, mit verschiedenen Interessengruppen (z. B. Ausbildungsanbietern, Arbeitgebern) zusammenzuarbeiten, digitale Kompetenzen zu bewerten und Lernende bei der Identifizierung geeigneter Weiterbildungswege zu unterstützen. 

Um zu testen, wie sich dieser Lehrplan in der Praxis umsetzen lässt, führten unsere Projektpartner zwischen März und Juni 2025 Pilotprojekte in Deutschland, Italien, den Niederlanden und Österreich durch. Insgesamt nahmen über 80 Lernende an Schulungen an fünf Standorten teil, darunter Fachhochschulen und Ausbildungseinrichtungen für Berater. 

Praxisorientiert und reflektierend: Die Erfahrungen der Lernenden 

Die Lernenden in den Pilotgruppen erlebten die gesamte Bandbreite der wichtigsten Merkmale des Lehrplans – von Input-Phasen zu digitalen Kompetenzrahmen bis hin zur gruppenbasierten Analyse realer Fallstudien unter Verwendung der Roundabout-Methode. Die modulare Struktur und das sitzungsbasierte Design des Lehrplans ermöglichten Flexibilität, während eine Mischung aus verschiedenen Methoden (Gruppenarbeit, angeleitete Reflexion, Rollenspiele) für ein hohes Maß an Engagement sorgte. 

Das Feedback der Teilnehmer war sehr ermutigend. Viele schätzten die praktische Ausrichtung, insbesondere die Verwendung von Fallstudien aus der Pilotphase des Projekts. Diese Fallstudien halfen den Lernenden nicht nur, die Herausforderungen von Beratungsprozessen mit mehreren Beteiligten zu verstehen, sondern auch, über ihre eigene Rolle und ihren Entwicklungsbedarf als zukünftige Berater nachzudenken. Die Lernenden lobten auch die Qualität der Schulungsmaterialien, darunter die klare Struktur, die gute Visualisierung und die verständliche Sprache. 

Gleichzeitig hoben die Teilnehmer Bereiche hervor, in denen noch Verbesserungsbedarf besteht. Einige wünschten sich noch mehr Zeit, um die Fallstudien aus der Praxis eingehend zu diskutieren, während andere zusätzliche Gelegenheiten zum Erfahrungsaustausch mit Kollegen aus unterschiedlichen Kontexten vorschlugen. Diese Ideen werden derzeit in die endgültigen Materialien integriert. 

Evaluation als Lerninstrument 

Alle Pilotveranstaltungen wurden von einem strukturierten Evaluierungsprozess begleitet, der Vor- und Nachbefragungen, Reflexionen der Trainer und kurze Feedbackformulare für die Lernenden nach jeder Einheit umfasste. Diese Instrumente lieferten wertvolle Erkenntnisse über die erzielten Lernergebnisse, die Relevanz der Inhalte und die Durchführbarkeit der Umsetzung in verschiedenen Umgebungen. 

Die Bewertung bestätigte einen positiven Einfluss auf das Bewusstsein und Wissen der Lernenden in Bezug auf Digitalisierung, Einbindung von Interessengruppen und kompetenzbasierte Beratung. Viele gaben an, dass sie nun mehr Vertrauen in die Anwendung der Roundabout-Methode hätten und das Konzept der Zusammenarbeit mit Interessengruppen für ihre zukünftige Praxis als sehr relevant empfanden. 

Die Bewertung bestätigte auch das modulare und hybridfähige Design des Lehrplans. Die Trainer berichteten, dass der Lehrplan leicht an Online-, Blended- oder Präsenzformate angepasst werden kann – eine Eigenschaft, die sich in den verschiedenen Umsetzungskontexten als besonders wertvoll erwiesen hat. 

Ausblick: Skalierung der Nutzung und Übertragung 

Nach der Pilotphase finalisiert das CGC DigiTrans-Team nun die Materialien auf der Grundlage der Evaluierungsergebnisse. Der vollständige Lehrplan – einschließlich Sitzungsplänen, Schulungsfolien und praktischen Handouts – wird in Kürze auf unserer Projektwebsite zum kostenlosen Download zur Verfügung stehen. 

Die Pilotphase hat bestätigt, dass der Lehrplan sowohl für die Erstausbildung als auch für die berufliche Weiterbildung geeignet ist. Obwohl er für Hochschulprogramme konzipiert wurde, kann er von jeder Organisation angewendet werden, die Schulungen für Berufsberater anbietet. Er unterstützt eine flexible Nutzung, fördert kritisches Denken und basiert auf authentischen beruflichen Herausforderungen. 

Kurz gesagt: Der CGC DigiTrans-Lehrplan schließt die Lücke zwischen der aktuellen Beratungspraxis und den Kompetenzen, die für eine zukunftssichere CGC-Praxis erforderlich sind. 

Bleiben Sie dran – der endgültige Lehrplan wird in Kürze veröffentlicht! 

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