CGC DigiTrans Multiplier-Veranstaltungen inspirieren zu Entwicklungen in ganz Europa – und darüber hinaus 

Das Projektteam war in diesem Sommer aktiv im Einsatz und nahm an wichtigen internationalen Veranstaltungen teil, um die Sichtbarkeit und Wirkung des Projekts zu steigern. 

Vom 1. bis 4. Juli 2025 nahmen Lea Ferrari und Teresa Maria Sgarmella am 19. Europäischen Psychologiekongress in Paphos, Zypern, teil. Das Veranstaltungsthema “Transforming Psychological Science: The 2030 Agenda” passte hervorragend zum innovativen Ansatz in der Berufsberatung (CGC), den unser Projekt verfolgt und kontinuerlich weiterentwickelt. 

Während des Kongresses hatten wir die Gelegenheit, einen Workshop mit dem Titel “Training Future Career Guidance Counsellors: Integrating the CGC Roundabout Method for Multi-Actor Digital Competence Development” zu leiten. Die Session stellte die Arbeiten des DigiTrans-Teams vor, mit besonderem Fokus auf das Hochschul-Curriculum, das im Rahmen vom Work Package 4 (WP4) entwickelt und in Italien, Deutschland, Österreich sowie den Niederlanden im Rahmen eines Pilottrainings umgesetzt wurde. Nach einer Einführung in die Grundprinzipien der Roundabout-Methode präsentierten wir den Aufbau des Trainingsprogramms, ausgewählte Materialien und Beispiele studentischer Ergebnisse. Der Workshop zog ein internationales Publikum an – darunter Wissenschaftler:innen aus Polen, Bulgarien und Südafrika – und bereicherte den fachlichen Austausch erheblich. 

Die anschließende Diskussion erwies sich als besonders bereichernd. Einerseits reflektierten die Teilnehmenden über die Herausforderungen bei der Einbindung von Stakeholder:innen – ein Thema, das in vielen Kontexten relevant ist. Andererseits wurden Strategien diskutiert, wie man bei zukünftigen Berufsberater:innen eine positive Haltung zur digitalen Transformation fördern kann – einschließlich der gezielten Entwicklung von Kompetenzen, mit denen sie später ihre Klient:innen beim Aufbau digitaler Fähigkeiten unterstützen können. Das große Interesse und die aktive Beteiligung der Teilnehmenden unterstreichen die Aktualität und Relevanz des Themas. Zugleich zeigt sich, dass hier eine konkrete Antwort auf aktuelle gesellschaftliche Bedarfe gegeben wird. Dieser Fokus trägt nicht nur zur Qualitätssteigerung zukünftiger Berufsberatungsangebote bei, sondern unterstützt auch das Erreichen des Nachhaltigkeitsziel 8, das inklusive und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung, Beschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördert. 

In der Woche vom 7. bis 10. Juli 2025 hatten zwei weitere Mitglieder des DigiTrans-Teams – Jan Woldendorp und Jenny Schulz – die Gelegenheit, an der 14. Tagung der Society for Vocational Psychology an der Universität Lausanne in der Schweiz mitzuwirken. Unter dem Leitthema “Bridges in Vocational Psychology” schlugen wir im wahrsten Sinne des Wortes eine Brücke – zwischen digitalen Kompetenzen und Multi-Akteurs-Beratung (MACG). Der Titel unseres 90-minütigen Workshops lautete: “Career Counselling and Guidance in Times of Digital Transformation: Learning the Roundabout Methodology”. In diesem Rahmen stellten wir unser Erasmus+-Projekt vor und zeigten, wie ein kollaborativer Beratungsprozess Menschen dabei unterstützen kann, digitale Kompetenzen zu entwickeln – mit Rückhalt durch ein erweitertes Unterstützungsnetzwerk. Aufbauend auf der starken Zusammenarbeit im Projektteam und mit weiteren Beitragenden des Workshops – Prof. Dr. Peter C. Weber, Martin Stark, Teresa Maria Sgaramella und Lea Ferrari – präsentierten wir die im Projekt entwickelten Instrumenten und Materialien. 

Gemeinsam mit zwölf Teilnehmenden aus der Beratungspraxis, der Forschung und Hochschulen – verteilt über nahezu alle Kontinente – wurde der Workshop zu einer wirklich globalen Lernerfahrung. In unserer Session stellten wir zentrale Ergebnisse des CGC-DigiTrans-Projekts vor: 

  • Multi-Akteurs-Beratung in Zeiten der digitalen Transformation 
  • Die Roundabout-Methode – ein strukturierter, partizipativer Ansatz 
  • Digitale Kompetenzen als Schlüssel zu Inklusion und lebenslangem Lernen 
  • Ein Curriculum zur Qualifizierung von Fachkräften in der Anwendung der Roundabout-Methode 

In der interaktiven Session diskutierten wir gemeinsam mit den Teilnehmenden die Herausforderungen, denen Berufsberater:innen begegnen, wenn sie mit einem Multi-Akteurs-Ansatz arbeiten, um Klient:innen eine aktive Teilhabe an der digitalen Transformation zu ermöglichen. Gemeinsam “navigierten” wir durch den Roundabout und erkundeten mögliche Brücken in eine Zukunft, in der die Berufsberatungs-Community eine aktive und integrierte Rolle dabei spielt, Menschen bei der aktiven Teilhabe an der digitalen Welt zu unterstützen. 

Einige zentrale Lernergebnisse der Session waren: 

  1. Digitale Transformation ist allgegenwärtig – im Alltag, in der Arbeitswelt und im Lernen. Von Künstlicher Intelligenz bis hin zu virtueller Zusammenarbeit teilten die Teilnehmenden konkrete Beispiele aus ihren eigenen Kontexten. 
  2. Menschen ohne digitale Kompetenzen drohen den Anschluss zu verlieren – gleichzeitig müssen Beratende sich kontinuierlich an neue Kompetenzanforderungen und dynamische Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt anpassen. 
  3. Die Multi-Akteurs-Beratung (MACG) schafft echte Synergien – durch eine Einbindung von Akteur:innen wie Eltern, Freund:innen, Arbeitgeber:innen, Bildungsträger:innen oder Unterstützungsdiensten können Beratungsergebnisse verbessert werden – besonders in komplexen (Neu-)Orientierungsprozessen. 
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